Gedenkstätte für Deportierte im Hauptbahnhof Leipzig

Der Rote Stern Leipzig übernimmt die Patenschaft für die Gedenkstätte im Leipziger Bahnhof.

Montag, 26 Januar 2015

Gedenkstätte für Deportierte: Der Rote Stern Leipzig übernimmt Patenschaft

Mehrere Jahre bemühten sich Mitglieder des Friedenszentrum Leipzig e.V. mit Unterstützung aus Politik, Gesellschaft und Kultur um die Errichtung einer Erinnerungsstätte für alle Deportierten auf dem Leipziger Hauptbahnhof. Seit 2012 erinnert nun eine Gedenkinstallation am Gleis 24 des Leipziger Hauptbahnhofes mit folgender Inschrift an das Schicksal der Deportierten:

»Am 14. Februar 1945 wurden 169 Kinder, Frauen und Männer in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges war es der letzte Transport jüdischer Opfer aus Leipzig. Zum Gedenken an alle Opfer von NS- Verbrechen, die in den Jahren von 1933 bis 1945 über das Leipziger Eisenbahnnetz in Zwangs- und Todeslager verschleppt wurden.«

Die Einweihung der Installation fand am 27. Januar 2012 statt – dem Datum, an dem 1945 das Konzentrationslager Ausschwitz von sowjetischen Truppen befreit wurde und das 2005 von der UNO zum jährlichen internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust ernannt wurde.

Jährlich wechselnde Patenschaften

Um den Erinnerungsgedanken gesellschaftlich breit zu verankern, übernehmen verschiedene gesellschaftliche Institutionen jeweils für ein Jahr die Patenschaft der Gedenkinstallation.

Nachdem in den Vorjahren die »Vereinigung der Ausländischen Mitbürger im Freistaat Sachsen«, der »DGB Westsachsen« und der »Bund der Antifaschisten Leipzig« bereits Patenschaften übernommen hatten, wird nun unser Partner »Roter Stern Leipzig« im Rahmen der jährlichen Gedenkveranstaltung diese Aufgabe übernehmen. Die Gedenkveranstaltung findet am 27. Januar 2015 um 17 Uhr im Hauptbahnhof Leipzig am Gleis 24 satt.

Der Rote Stern Leipzig und Lonsdale sind seit Anfang 2014 Partner. Wesentlicher Inhalt der Partnerschaft ist laut Präambel des Vertrages »eine gemeinsame gesellschaftspolitische Positionierung gegen Rassismus und Faschismus«.